Neue Bienenrasse

Biene erleuchtet Wissenschaftler

Dem anerkannten schweizer Bienenwissenschaftler Prof. Dr. Axel Schweiß und seinem Team ist es an der Uni Bern nach 25 Jahren Forschung gelungen eine neue Bienenrasse zu züchten. In vielen Versuchen an der Carnica Biene wurden Einkreuzungen von Hautflüglern studiert und ausgewertet. Erst in den letzten Jahren ist man dabei auf eine mögliche Mutation der Photinus pyralis (im Volksmund Glühwürmchen) aufmerksam geworden.

Verständlich ausgedrückt hat man dazu die Gene einer Drohne (männliche Biene) mit dem Genmaterial einer Photinus pyralis manipuliert. Die künstliche Befruchtung einer Carnica Königin mit dem Sperma dieser Drohne führte dann zum Erfolg.

Die neue Bienenrasse stelle alles bisher dagewesene aus dem Reich der Bienen in den Schatten teilt Claire Grube, Pressesprecherin der Uni Bern, mit. So sei sie enorm Leistungsfähig, äußerst Schwarmträge und sehr sanftmütig. Der Clou sei jedoch dass die Biene in der Lage sei den Stoff Luciferin freizusetzen. Bei Kontakt mit Sauerstoff entsteht eine chemische Reaktion (Oxidation). Die dabei freigesetzte Energie wird in Form von Licht abgegeben so Grube. Die Wissenschaft bezeichnet das als Biolumineszenz.

Dadurch entstehen ganz neue Möglichkeiten in der Haltung und Zucht von Bienen. Die Kommunikation der Bienen untereinander wird zwangsläufig einfacher da es in den Bienenstöcken zukünftig nicht mehr dunkel ist – endlich sehen die Bienen was sie da machen. Über die Bezeichnung der neuen Rasse ist man sich noch nicht einig, landläufig wird sie uns aber bestimmt als Glühbienchen über den Weg fliegen.